Mein letzter Tag in Little Flower

Freitag morgen in Little Flower. Von meinem Arbeitsplatz höre ich das Klappern und Rufen und emsige Treiben im Dorf. Pauline kam schon vorbei, sie hat heute ihren dritten Tag der Aufnahmeprüfungen in die Secundary School in Raxaul, bislang ist alles gut gelaufen und sie strahlt vor Aufregung und Selbstbewusstheit!

Für uns ist heute noch ein intensiver Arbeitstag: Sebastian und Marcus werden ihn in erster Linie auf der Baustelle verbringen. Nicht alles lief nach Plan, in Summe war und ist es aber eine gute Übung, um die Ressourcen und Möglichkeiten, den Arbeitsstil und das Know how, das die Menschen hier einbringen, zu überprüfen. Die sprachlichen Barrieren machen die Sache nicht einfacher. In Summe brachte es viele Erfahrungswerte, die sehr wertvoll sind für eine weitere Zusammenarbeit: nun wissen die Studenten viel besser, worauf sie bei einer größeren Baustelle achten müssen, vom Materialkauf bis zum Arbeitsstil! Bald gibt es Fotos zum ersten (fast) fertigen Badezimmer für Mädchen in Little Flower!

Kabita und ich verbringen diese Tage in Meetings. Mir ist es ein Anliegen, abteilungsweise Besprechungen mit den Verantwortlichen zu haben und so noch mal abschließend mir das okay zu holen, für alle Projekte, die wir planen und finanzieren wollen. Darüber hinaus will ich mir einen Überblick über  deren Haltung zur Gesamtveränderung verschaffen, die seit letztem Jahr hier im Gange ist. Es gilt, die Menschen mehr und mehr in eine Eigenverantwortung zu führen, und wir erleben, dass dieser Prozess sehr viel Begleitung verlangt.  In diesem Sinne geben wir in diesen Meetings Raum zum Reflektieren.

Wehmut mischt sich zwischen jeden Atemzug – so sehr ich mich auf mein Zuhause in Europa freue, so sehr ist es auch wieder ein Abschied, der nicht leicht fällt! – Und ich glaube, dass das für uns alle gilt!

 

 

One Response to Mein letzter Tag in Little Flower

  1. Christian Ladurner sagt:

    Liebe Claudia!

    Sitze gerade im Zug nach Ibk für ein Konzert 
    u nutze die Zeit, Deinen Indienblog zu genießen: 
    Wunderbar, so viel Lebendigkeit sprudeln zu sehen, 
    so viele nette Gesichter, so viel Engagement - und Deine 
    offensichtliche Freude an all dem. 
    Was für ein wunderbares Werk! 
    Und: gratuliere, dass das alles so gut per Blog vermittelbar ist. 

    Liebe Grüße
    Christian 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>