Baustelle – Weller

Kurze Zusammenfassung:
Wir sind jetzt seit 3 Tagen im Dorf haben uns gut eingelebt. Es sind erstaunlicherweise auf einmal ganz viele Menschen hier angekommen und wir sind ganz international unterwegs. Momentan sind wir 6 Leute aus Österreich, 3 aus Indien, 1 aus Amerika, 1 aus Schweden und 1 aus Frankreich, zusammen sind wir also 12 Leute.

Heute haben wir begonnen mit Lehm zu arbeiten. Wir haben eine Probewand 1,5m x 0,3m x 0,5m aus Lehm, Stroh und Wasser gebaut, wir haben den Workshopteilnehmern von Sourabh unser Projekt vorgestellt und unsere Arbeiter sind grad am fertigstellen der Stützen auf der die neue Pipeline verlaufen soll.

 

Rückblick:

22.10. Als wir angekommen sind, sind wir gleich von ganz vielen Menschen aus dem Dorf willkommen geheißen worden. Dann haben wir noch einen kurzen Blick auf die Baustelle geworfen und sind dann doch bald ins Bett diese 24h Zugfahrt war doch ziemlich anstrengend.

23.10. Am nächsten Tag war zum Glück Holiday, es ist ja grad Puja, da konnten wir ausschlafen. Dann sind ganz viele Menschen angekommen. Zuerst Tanvi aus dem Süden, dann Justin aus Denver und noch später Kuman aus Rajasthan. Wir waren am Pujazelt von Sunil unserem Bambuslieferanten. Und durften bei ihm Zuhause vom rooftop einen Blick über Raxaul werfen. Wir sind dann aber auch früh schlafen gegangen, da wir am nächsten Tag um 7 auf der Baustelle sein wollten.

24.10. Also um 6 Uhr aufgestanden damit wir um 7h loslegen konnten. Michi & Felix sind gleich auf die Baustelle, ich und Sebastian haben den Workshopteilnehmern das Dorf gezeigt und ihnen ein bisschen die Strukturen erklärt. Dann haben wir eine Einführung vom Jomo in die aktuellen Geschehnisse bekommen: die Baustelle, der Bambus, der Container und die Abrechnung. Dann war unser Kopf gut voll und wir haben ihn uns mit körperlicher Arbeit wieder freigeschaufelt bzw. eher betoniert. Wir haben die Stützen für die Pipeline, die unsere Arbeiter vorher aufgeziegelt haben, ausgegossen. Und wie jeden Tag war um 16h Schluss mit der Baustelle – wir hatten danach nochmal eine Besprechung mit Jomo. Dann gab es Abendessen, danach waren wir noch bei unseren Nachbarn und haben ihnen beim musizieren zugehört – eine Art Akkordeon, eine Trommel, Schellen und Gesang waren ein schönes Schlaflied.

25.10. Heute 10 min später aufgestanden – das darf ich mir zum Geburtstag gönnen. Zum Frühstück ist auf einmal ein Packerl neben mir gelegen – Mannerschnitten. Und vom Jomo hab ich Gummibärchen bekommen. Nach einer kurzen Besprechung sind wir auf die Baustelle und haben begonnen den Lehm zu mischen – „dance on it“ meinte Sourabh. Michi, Tanvi und Justin sind begeistert im „Gatsch“ herumgehupft. Dann haben wir eine „human chain“ gebildet und haben die Mischung zu unserer Mauer transportiert.
Danach gabs eine Teamsitzung – wir sollen uns mal kennenlernen und die Workshopteilnehmer sollen mal erfahren wie unser Projekt so funktioniert, das haben wir dann auch ausführlich erklärt. Dann war schon wieder Zeit zum Mittagessen. Jetzt arbeiten der Jomo, der Sebastian und ich an der Bambusbestellung – das ist gar nicht so einfach, wahrscheinlich müssen noch zwei von uns nach Nagaland fahren. Auch spannend. Nebenbei haben haben die anderen unsere Mauer auf ca 55cm erhöht – also die Hälfte einer Truckladung verbaut. Aus der anderen Hälfte soll morgen ein Pizzaofen auf dem rooftop gebaut werden.

Heute Abend soll es ein großes Essen geben: Wir alle und unsere Arbeiter aus dem Dorf, junge Burschen, die richtig motiviert sind. Maya war richtig schockiert als sie davon erfahren hat, dass sie für so viele Menschen kochen soll. Aber ich freu mich drauf, das ist ein richtiges Geburtstagsgeschenk!

by(e) iris

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