Mit den Kindern

Ich bin in dieses Dorf gekommen um mit den Kindern hier Zeit zu verbringen. Ich hatte absolut keine Ahnung was mich hier erwarten würde und so sprang ich mehr oder weniger einfach ins kalte Wasser und tauchte ein in die Welt der kleinen InderInnen und besuchte die Kinder in der Schule. 

Ihre anfängliche Schüchternheit wandelte sich sehr schnell, da sie dann wussten, dass ich keine strenge Lehrerin bin, sondern einfach eine didi (sister). Das bedeutete, dass die Mäuse Kirtag hatten!! Und 17 indische Mäuse sind nicht leicht zu handeln, vor allem wenn sie kein Englisch verstehen bzw. ich kein Hindi spreche. Da bin ich dann schon einmal an meine Grenzen gestoßen! Ich bin dann darauf gekommen, dass sie echt gerne English lernen, aber spielerisch. So ließ ich mir ein paar Spiele einfallen, malte picture cards , lernte ihnen englische Lieder usw. Das war richtig viel Arbeit, Zeit und eine echte Herausforderung. Am Abend verbrachte ich oft auch Zeit mit den etwas älteren Mädchen hier in diesem Dorf  und wir haben viel gesungen und auch gespielt.Ich habe den Kindern oft Papier und Stifte zur Verfügung gestellt – vor allem bunte Stifte- und sie malten die wunderschönsten Blumen oder Naturbilder. Diese Kinder hier haben eine sehr quirlige Natur, sind immer sehr aktiv und wenn sie dir ins Gesicht lächeln könnte man meinen, dass sie Engel höchst persönlich sind. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn man sie dann auf dem Spielfeld beobachtet, wie sie sich unter Beweis stellen und wo man dann genau weiß wer hier die Spielregeln aufstellt. Und da wurde mir schnell klar, dass diese Kinder hier sehr genau wissen was sie wollen und auch danach handeln. Also versuche ich ihre Begeisterung zu entfachen, egal ob für Englisch, Musik, Zeichnen, Gesundheit  oder wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um! Und vielleicht nimmt sich ja das eine oder andere Kind einen Funken davon mit.

Was ich mir mitnehme? Eine unbeschreibliche Dankbarkeit die ich erfahren durfte und ihre fröhliche und freudige Natur, obwohl ihr zu Hause hier in Indien alles andere als luxuriös ist.

Namaste, Christina

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