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Lepra – eine Jahrtausende alte Krankheit des Schreckens:

Menschen mit Lepra werden heute wie über alle Jahrhunderte hinweg aus der Gesellschaft ausgestoßen. Die Wundmale und Entstellungen können verheerend sein. Dabei könnte Lepra bei genauerer Betrachtung schnell den Schrecken verlieren:

Lepra ist ein Mycobakterium, das die Nervenbahnen, beginnend in den Extremitäten, angreift. Dadurch verlieren die Menschen die Sensitivität, also das wichtige Alarmsignal „Schmerz“. Mit dem Absterben der Nervenbahnen wird auch die Durchblutung der Gliedmaßen schwächer, in weiterer Folge kommt es zu Muskel- und Knochenschwund. Diese Entwicklung dauert viele Jahre, sodass bei einsetzender Behandlung diese Symptomatik aufgehalten werden kann. Schmerzen bereiten in erster Linie die Sekundärerscheinungen der Krankheit, die durch das fehlende Schmerzempfinden eintreten: einfache Verwundungen, Schnitte oder Verbrennungen beim Hantieren mit offenem Feuer bleiben unbeachtet und lassen in der Folge viel tiefere, schmerzhafte Geschwüre entstehen, wo Amputation oft der einzige, letzte Ausweg ist.

Nur ein Drittel der Leprakranken haben die infektiöse Form der Krankheit. Den besten Schutz gegen die Krankheit bietet ausreichende Ernährung, Hygiene und eine gute Gesundheit, dann nämlich hat das Bakterium im Körper keine Chance, sich auszubreiten! In diesem Sinne ist Lepra ein soziales Stigma – nur wer schon reduziert ist durch Mangelerscheinungen, kann die Krankheit bekommen. Eine Therapie besteht heute aus der Kombination einiger Medikamente und dauert im besten Fall ca. eineinhalb Jahre. Dann ist der Körper frei von Bakterien. Die körperlichen Stigmata werden ihn sein Leben lang begleiten, sofern sie einmal von ihm Besitz ergriffen haben. Weitere Informationen und medizinische Details unter:

www.DAHW.de, Stichwort Lepra
www.netdoktor.at, Stichwort Lepra

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