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Empfang in der Weberei
Mein Empfang in der Weberei war buchstäblich überwältigend, auch Benedikt (links) und Sebastian (rechts) wurden mit Blumenketten geschmückt! Die Freude und der Stolz der ArbeiterInnen, die den Herbst hindurch eine noch nie erreichte Produktivität erzielt haben, war ihnen anzusehen, mit Dankbarkeit und großer Freude nahmen sie die Bonuszahlungen dafür entgegen – wahrlich ein FEST! Für mich war es zutiefst berührend, ihnen diese übergeben zu dürfen!
Claudia Vilanek
Tage in Delhi
Mein letzter Abend in New Delhi. Es waren Tage der Recherchen und Meetings, eine regelrechte Promoting Tour für Little Flower. Wir trafen Politiker und hoffen nun, nahe genug an die entscheidenden politischen Einflussnehmer herangekommen zu sein, um die noch fehlende Unterschrift für die Zollfreigabe unseres Containers zu erwirken!
Darüber hinaus trafen wir wichtige Personen anderer Leprahilfsorganisationen, um eine gute Zusammenarbeit in Zukunft zu ermöglichen – die Reaktionen waren sehr erfreulich und wir kommen mit vielen Impulsen und guten Ideen, großem Interesse an unserem Bauprojekt und Bereitschaft zur Unterstützung – nun braucht es Details zur Umsetzung in den jeweiligen Bereichen, aber einige wichtige erste Schritte sind gesetzt.
Morgen steht noch die Ankunft Benedikts bevor und ein Besuch bei der Österreichischen Botschaft, und dann geht es ab nach Bihar! – Mit vollem Gepäck und voller Neugierde!
Und einer schönen Nachricht im Posteingang:
Felix Ganzer, Sebastian Vilanek und ich schafften es auf der Liste der 100 Top SalzburgerInnen auf Platz 12!!
Nicht schlecht meine Herren!J
Das Salzburger Fenster wird dazu Bericht erstatten!
Claudia Vilanek
… und jetzt fährt der Traktor!
Unser Ringanker ist fertig. Gerade bringen wir eine Schicht Bitumen auf, um den Aufstieg von Wasser in die Wellerwand zu verhindern, dann kommen noch zwei Reihen Ziegel als Sockel und vielleicht noch eine Schicht als Dampfsperre und dann beginnen wir am Montag zu wellern. Juhuuu! Die fertigen Mischungen liegen schon neben den zukünftigen Wänden. Jeden Tag bekommen wir jetzt Lehm, der wird verteilt, gewassert und dann mit Stroh gemischt… Jetzt allerdings mit dem Traktor weil es mit den Ochsen zu lange gedauert hat.
Sebastian and Felix kommen anscheinend heute Abend oder morgen zurück. Wir sind alle schon sehr gespannt auf ihre Berichte und was sie über den Bambus herausfinden konnten. Wann er kommen wird und wie viel er kostet und so weiter…
Außerdem hatten wir ein Teammeeting, um darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll, wenn Sourabh weg ist. Damit die Arbeit auch ohne seine Beaufsichtigung weiter gehen kann. Ich hab ein gutes Gefühl. Nachdem wir mit der ersten Wohnung jetzt als Beispiel angefangen haben, werden wir in der Lage sein, die beiden weiteren wie bisher und sogar noch mit kleinen Verbesserungen auszuführen.
Es gibt noch einige Entscheidungen zu treffen, wie wo wir den Wassertank platzieren werden und wo genau wir die Zu- und Abwasserleitungen verlegen. Wir müssen also noch einiges zeichnen und skizzieren um den besten Weg zu finden. Nachdem wir so viele Veränderungen durch die Pipeline haben, müssen wir unsere vorbereiteten Pläne anpassen.
Die Ochsen laufen
Gestern haben wir mit den Ochsen angefangen. Wir müssen noch den richtigen Weg finden mit ihnen zu arbeiten. Momentan ist es sehr schwierig dazu bekommen, das zu tun was wir wollen. Sie haben noch nie Lehm gemischt, weswegen sie nicht verstehen was wir von ihnen wollen. Aber sie lernen und es wird besser.
Heute haben wir das Ziegelfundament fertig gestellt und jetzt können wir mit der Schalung für den Ringanker beginnen und dann betonieren und endlich anfangen zu wellern. Nachdem wir die Mischung in den letzten Tagen hergerichtet haben, wächst die Motivation – endlich etwas Neues und keine Ziegel mehr (leider doch…).
Die Arbeit mit den Ochsen macht Spaß und auch das herumhupfen im Gatsch. Heute war ein Reporter da und wir haben ihn dazu gebracht mit uns im Matsch herumzulaufen – das wird bestimmt ein besonderer Artikel für die Zeitung. Die Kinder haben mitgemacht, wir haben eine ganze Klasse als Hilfe gehabt – es hat total nett ausgeschaut: Die kleinen mit ihren blauen Uniformen in der braunen Massen herumspringend.
Da die Ochsen nicht an diese Art von Arbeit gewohnt sind, müssen wir ihnen genau zeigen was wir wollen, aber sie versuchen natürlich so oft wie möglich stehen zu bleiben. Aber langsam verstehen sie was wir wollen. Ich hab versucht einen zu führen und es hat ganz gut funktioniert – ich hab’s doch ganz anders versucht, normalerweise schreien sie sie nur an und schlagen sie richtig fest, aber meiner ist total lieb, er hört auf mich wenn ich ihn versuch wie ein Pferd zu führen und es wird besser und besser…
Steuerliche Absetzbarkeit der Spenden an Little Flower
Seit 15.11. 2012 sind alle Spenden auf das Konto unseres Vereins Little Flower von den Steuern absetzbar!
Sie finden uns unter folgendem Link auf der Liste der spendenbegünstigten Organisationen des Bundesministeriums für Finanzen:
http://www.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/show_mast.asp
Registriernummer: SO 2329
Das heißt, alle Spenden, die ab 15.11.2012 eingehen, sind steuerbegünstigt und die Spender können einen Teil der Spende wieder vom Finanzamt zurückholen.
WICHTIG: Spendenbeleg mit dem Betreff: SPENDE in Ihrer Buchhaltung aufbewahren! Es reicht der Kontoauszug bzw. Überweisungsbeleg.
ziegeln
22. November 2012
In den letzten Tagen haben wir für das erste Apartment geziegelt. Es läuft gut. Meister Abdul hat viele neue Lehrlinge. Ihr Technik ihr sehr interessant. Ich weiß nicht, ob es immer so funktioniert, aber es ist auf jeden Fall neu für mich. Zuerst fixiert man eine Linie und an beiden Enden beginnt man zu ziegeln und arbeitet aufeinander zu, an beiden Seiten der Mauer hat man eine Schnur um ein Niveau zu haben an dem man sich orientieren kann.
Abgesehen von dieser Arbeit haben wir den Bambus sortiert. Es sind wirklich wenige die man verwenden kann, aber bei diesen haben wir begonnen Löcher in die Stangen zu machen um die Borax-Behandlung zu ermöglichen. Wir haben alte Fässer hergerichtet in die wir den Bambus stellen können damit wir keine Flüssigkeit zu verlieren.
Eine weitere Gruppe ist nach Luckshmanoa gefahren um den Lehm zu holen. Viel zu schaufeln für die Arbeiter. Jetzt können wir anfangen den Mix vorzubereiten und die Proportionen auszuprobieren.
Vor einigen Tagen waren wir auch in einer näheren Bambus Plantage, wir haben gehofft, dass wir nicht nach Nagaland fahren müssen. Der Bambus hat eine gute Qualität aber leider ist die Quantität nicht ausreichend für das ganze Gebäude, also müssen wir doch fahren. Während dem Trip haben wir auch wieder neue Lehmproben geholt. Wir haben einen wunderschönen schwarzen Lehm gefunden. Wenn er nass ist, wird er wirklich schwarz und wenn er trocknet, bekommt er eine blau-graustichige Farbe. Vielleicht werden wir ihn verwenden um unseren Ofen zu verputzen.
24. November 2012
Das Fundament fürs erste Apartment ist fast fertig. Die Behandlung des Bambus hat begonnen und seit gestern kommen immer wieder Traktoren mit Erde aus Luckshmanoa. Jetzt ist die Arbeit für diese Woche auf der Baustelle getan und die Arbeiter stehen vor Kabitas Zimmer und fragen nach einer Lohnerhöhung. Wir müssen uns bis nächste Woche entscheiden, weil dann beginnt das neue Monat.
fertig…
… HEUTE HABEN WIR’S GESCHAFFT. Wir haben alle Rohfundament gegossen und morgen können wir anfangen die Ziegelwände zu bauen. Bald haben wir dann das Fundament für die erste Wohnung fertig und können den Ringanker betonieren und dann können wir anfangen zu „wellern“. JUHU!
Wir diskutieren immer noch wegen dem Bambus. Es ist wirklich eine schwere Entscheidung, die wir fällen müssen. Leider ist Kabita gerade nicht da, und wir brauchen sie um den Entschluss fassen zu können. Sunil beginnt uns unter Druck zu setzen, dass er anfangen muss neue Festzelte zu bauen aber kein Geld hat um weiteren Bambus zu kaufen. Es ist eine verflixte Situation. Wir haben den halben Tag damit verbracht über das Thema gesprochen und wir haben uns immer noch nicht entschieden…
Am Montag wird Sebastian nach Nagaland fahren und vielleicht komme ich mit, da ich immer noch nicht zu schwer arbeiten darf wäre ich kein großer Verlust auf der Baustelle.
Christina und ich arbeiten immer noch an den Finanzen: Wir versuchen alle Rechnungen zu sortieren um eine Idee zu bekommen wie viel Geld wir ausgeben. Aber die Buchhaltung im Dorf ist hochkompliziert, es gibt Anforderungsformulare, Gutscheine, Rechnungen und Schecks und alle schauen für mich gleich aus. Ich glaub ich muss mich mal einen Tag lang mit Mukkesh zusammensetzen, damit er mir das System erklärt. Ich kann Christina nur wirklich helfen wenn ich einen Überblick über das ganze System hab.
In der Zwischenzeit mache ich viele Fotos und bereite meine Präsentation über basehabitat und Südafrika vor. Wir haben immer noch unsere Theoriestunden. Aber zuerst müssen wir den Strom auf der Dachterrasse wieder zum laufen kriegen – es hat auf einmal „brzzl“ gemacht und es war kein Strom mehr da….
Bambus und Fundament
Heute war ein wirklich harter Tag – den ganzen Tag gearbeitet ohne richtiger Mittagspause und eine Stunde länger als normalerweise. Aber dafür ist ein großer Teil des Fundaments jetzt fertig – die erste Wohnung ist ganz fertig. Morgen wird die nächste betoniert. Es ist total schön den Abdruck des zukünftigen Gebäudes im Grau des Betons in der Erde zu sehen.
Der Bambus ist heute auch im Dorf angekommen – die Qualität ist leider wirklich schlecht und wir müssen noch entscheiden ob wir die Stangen akzeptieren oder nicht. Sie entsprechen in keiner Weise den Standards die wir benötigen würden. Wir können sie also für irgendetwas anderes verwenden oder zurückschicken. Deswegen wird Sebastian wahrscheinlich am Montag nach Nagaland fahren – unser Kontakt vor Ort ist leider gerade in Indonesien, wird aber am Montag zurück sein und sich bei uns melden sobald er genauere Informationen über den verfügbaren Bambus hat.
Da Verletzungen zu Baustellen gehören, war ich noch mal im Krankenhaus –Ich hab den Orthopäden getroffen. Er hat mir gesagt dass ich mich in einem normalen Heilungsprozess befinde und das alles gut wird, es kann allerdings bis zu einem Monat dauern bis teils gerissene Bänder verheilt sind. Immerhin kann ich mich so um den Blog kümmern und für das Team gute Sachen kochen. Heute gab’s Fruchtsalat – der war richtig gut. Unser Ofen funktioniert schon richtig gut, wir haben jetzt schon einige Male Pizza gemacht – die werden immer besser und besser. Die letzte hat sogar so tolle Blasen in der Kruste gemacht. Und da gestern Diwali war, haben die Chrisi und ich einen Apfel-Bananen-Kokosnuss-Kuchen gebacken. Der war unglaublich. =) Unsere Kochkünste werden immer besser: Wir haben schon Kaiserschmarrn und Grießpudding gehabt und es wird noch viel mehr geben…
Everday I’m shoveling…
Ja – wir schaufeln was das Zeug hält!! Langsam nehmen unsere Fundamentgräben formen an. Aber es ist unglaublich welche Massen an Erde dazu bewegt werden müssen.
Morgen ist wieder mal Feiertag da können wir leider doch nicht wie geplant betonieren, aber wenn alles gut geht wird Mittwoch, Donnerstag und je nachdem wie weit wir kommen auch noch Freitag betoniert. Dann müssen wir noch die Wände hochziegeln, aber dann können wir endlich den Ringanker betonieren – hoffentlich mit der Schalung aus unserem Container der dann schon da sein sollte – und mit den Wellerwänden beginnen.
Wir werden uns diese Woche den Lehm aus Luckshmanoa liefern lassen und heute soll der Bambus kommen, den müssen wir dann beginnen ihn mit Borax zu behandeln. Das wird auf jeden Fall noch sehr spannend, da unser Lieferant schon mehrmals da war und mehr Geld wollte, da es schwierig ist die Qualität die wir fordern zu bekommen. Hoffentlich bekommen wir die richtige Qualität sonst müssen wir den Bambus zurückgehen lassen, bei den Anforderungen denen dieser Bambus standhalten muss kann mein kein Auge zudrücken.
Wir werden unserer Besprechungen intensiveren damit die Baustelle gut organisiert wird wenn jetzt so viele Aufgaben zu bewältigen sind. Wir werden uns in Teams aufteilen: Bambusbehandlung, Fundament und Produktion vom der Weller-Mischung -wir wollen, dass die Mischung mindestens vier Tage ruht. Deswegen müssen wir gut einschätzen wie viel wir an einem Tag verbauen können, damit wir immer ausreichend vorproduzieren.
Wir freuen uns alle schon sehr darauf, wenn das Fundament fertig ist, können wir richtig losstarten.
foundations
5. November 2012
Die Pipeline wurde erfolgreich umgeschlossen! Heute ist zum ersten Mal Kuhdung durchgeflossen. Es schaut gut aus! Die alte Pipeline wird gerade noch abgerissen, das ist eine ziemlich harte Arbeit, da das Fundament der Pipe mindestens halb so hoch wie das für unser Gebäude ist.
Am Freitag haben wir den ganzen Tag betoniert. Es hat sich ausgezahlt, wir sind fertig geworden. Es hat Spaß gemacht, mit den Scheibtruhen herumzufahren. Es war allerdings auch stressig, wir hatten nur eine halbe Mittag und das auch nur weil uns der Zement ausgegangen ist und wir warten mussten bis der neue geliefert wurde.
Während wir betoniert haben, haben wir angefangen die alte Pipe abzureißen und den Schutt rechts des Chickenbuildings abzuladen um dort einen Platz und einen neuen Weg zu unserem „Workshop“ im EG des Chickenhouses zu schaffen.
Am Samstag haben wir weiter abgerissen und den Weg zum Workshop fertig gestellt. Da Samstag nur halbtags ist, war’s das dann auch schon auf der Baustelle.
Wir haben dann am rooftop weiter an unsrem cob oven gearbeitet und die letzte Schicht aufgetragen.
Gestern haben wir den Sand aus der Kuppel geholt und gehofft, dass der „dome“ stehen bleibt – das ist er bis jetzt auch. Und dann haben wir ihn angefeuert und unsere ersten Bratkartoffeln gemacht. Am Nachmittag sind wir nach Luckshmanoa gefahren – wunderschöne Gegend. Dort haben wir allerdings Arbeiter überrascht die UNSERE Erde abgebaut haben. Das Argument war: „Wir dachten Sonntags kommt niemand“. Wir haben schon mit Kabita gesprochen und es wird Konsequenzen geben. Aber sie haben schon 90 Traktoren wegtransportiert. Mal schauen was man da noch machen kann.
Heute haben wir weiter abgerissen und angefangen auf unserem bereits betonierten Rohfundament das Fundament aufzuziegeln. Und da wo die Pipe schon weggerissen ist wird angefangen den neuen Graben auszuheben. Außerdem haben wir die Grundmaße des Gebäudes auf die Baustelle übertragen und haben jetzt Fixpunkte an denen wir uns für weitere Bauabschnitte orientieren können.
Die Pipeline…
Die Pipeline ist endlich fertig und wir haben angefangen das Fundament auszuheben. Jetzt stehen wir allerdings vor einem neuen Problem: Durch die Pipeline hat sich das Niveau des Gebäudes um 40 cm erhöht, das heißt wir müssen unser Fundament erhöhen, was wiederum mehr Arbeitszeit und höhere Baukosten bedeutet.
Um eine Lösung zu finden haben wir gestern noch mal über alle Pläne drüber gezeichnet und wir sind zwar noch zu keiner Lösung gekommen aber die Diskussion läuft auf Hochtouren.
Nebenbei sollen wir die Schule ausbauen, weil wir Zimmer für weitere Volunteers brauchen und der Container steckt immer noch im Zoll fest. Weshalb Sebastian und Kabita noch mal nach Kalkutta fahren werden, das können wir zum Glück gleich mit einem Besuch bei unserem Bambuslieferanten in Nagaland verbinden um die Qualität zu kontrollieren. Noch sind wir da allerdings am überlegen ob einer der indischen Workshopteilnehmer diesen Part übernehmen soll, da selbst Sourabh gemeint hat, dass eine Preissteigerung durch Hautfarbe passieren könnte.
Mit den Arbeitern aus dem Dorf macht es wirklich Spaß, sie sind motiviert und tauen immer mehr auf. Mit ihnen zu kommunizieren ist zwar noch eine Herausforderung, aber unser Hindi wird besser und so auch ihr Englisch.
Unsere cob oven ist fast fertig und wird immer größer, jetzt haben wir auch noch Bänke aus Lehm angeschlossen. Der Sand kann heute oder morgen aus unserem Dom geholt werden und dann können wir überprüfen, ob das Ganze stehen bleibt. Wir wollten so die Möglichkeiten austesten, ein Gefühl für das Material bekommen und Mischverhältnisse und ihren Nutzen kennenlernen.
Der Plan für heute ist die Pipeline umzuschließen und die Entscheidungen bezüglich des Fundaments zu treffen.
Hoffen wir, dass alles gut geht!
Auf bald,
das construction site team








