Monthly Archives: April 2013

Zwei weitere Freiwillige, die im Krankenhaus helfen

Johannes und Nina aus Deutschland, zwei Studenten der Sozialarbeit, sind gerade in Little Flower und erzählen von ihrer Arbeit im Krankenhaus:
„Im Krankenhaus geht einiges voran!
Die Renovierungsarbeiten in den Schlafsälen der Patienten laufen auf Hochtouren.
Die Herstellung der Krücken aus Bambus steht in den Startlöchern und bald können wir die ersten Gehtraining für die Patienten durchführen.
Sehr erfreut sind wir über die erfolgreiche Etablierung der Alphabetisierungsmassnahmen für die Patienten. Viele der Leprakranken haben in ihrer Kindheit keine Schule besuchen können. Sie können oft nicht einmal ihren Namen schreiben.
Vor einer Woche haben Johannes und ich begonnen, einigen Patientinnen, welche besonders interessiert waren, Schreibunterricht zu geben.
Wir haben uns bereits vor unserer Abreise nach Indien bemüht, Hindi zu lernen und werden seit unserer Ankunft jeden Abend von den herzlichen Bewohnern „Little Flowers“ unterrichtet. Inzwischen können wir schon die Devanagari Schrift lesen und schreiben.
Durch die schnellen Fortschritte unserer eifrigen Schülerinnen ermutigt, wuchs das Interesse auch bei den anderen Patientinnen und Patienten.
Inzwischen haben wir das Projekt in die Hände der Schülerinnen und Schüler der 10ten Klassen gegeben. Jeden Tag unterrichten sie die Leprakranken für zwei Stunden. Für diese wertvolle Aufgabe, welche sie alle voller Engagement ausueben, bekommen die Zehntklaessler sogar eine kleine Entlohnung.
Aus der Schule haben wir Lehrmaterieal, wie Bücher und kleine Tafeln und Kreiden bekommen, welche fuer den Patientenunterricht genutzt werden.
Die ersten Patienten koennen auch schon voller Stolz ihren Namen schreiben J“
Johannes und Nina

 

Persönliche Eindrücke von Hannes in seinen Tagen in Little Flower

Hannes schreibt mir in einem Mail:

„…aber das Material, das ihr im Container hier her gebracht habt, erleichtert die Arbeit sehr. Die Jungs sind sehr achtsam und gehen gut mit den Werkzeugen und den Baumaterial um. Der septic tank wäre in dieser Form und Größe kaum umsetzbar. Ein Traum mit diesen Werkzeugen zu arbeiten!
…  Dieser Ort und die Leute geben mir so viel  an Wärme und Geborgenheit, dass die Herausforderungen  mich nicht aus der Ruhe bringen. Ein toller Ort, um die Gedanken zu ordnen, die in der Hektik zuhause auf der Strecke geblieben sind.
Nun versteh ich auch die Verbundenheit zu Little Flower, die alle haben, wenn sie mal hier waren.
Viel schwieriger wird sein hier wieder weg zu gehen. 
 
Liebe Grüße aus Little Flower
Hannes“

Da hat einer Feuer gefangen, wie viele vor ihm! Hannes vielen Dank für all deinen Einsatz!

UND ALLEN SPONSOREN DER WERKZEUGE UND DES CONTAINERS SEI AN DIESER STELLE NOCH MAL HERZLICHST GEDANKT!

Arbeit auf der Baustelle – Hannes Derntl aus Österreich

Die Arbeit auf der Baustelle geht zügig voran, und das haben wir unter anderem einem jungen Mann aus Österreich zu verdanken: seit ca. vier Wochen ist Hannes Derntl, nach Abschluss seines Architektur Studiums in Linz, neugierig geworden durch die Berichte seiner KollegInnen, in Little Flower gelandet, wollte mal kurz vorbeischauen – und ist geblieben!

Er unterstützt Motilal und die Arbeiter auf der Baustelle mit viel Know how und  ist mit den Linzer KollegInnen dank Internet und Skype intensiv in Kontakt! So ist mächtig viel vorangegangen in den letzten Wochen!

Sein Bericht:

„Nach meinem herzlichen Empfang hier in Little Flower, musste ich mich mal in die hier vorliegenden Strukturen eingewöhnen. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens ging’s zügig voran.
In den ersten Tagen haben wir Ziegeln produziert was auch für mich eine interessante Erfahrung war. Die Jungs sind schon Profis auf dem Gebiet. Alle Arbeitsabläufe waren sehr koordiniert, und jeder wusste was zu tun war.
Parallel dazu begannen wir den Septic Tank (Abwasserbehälter) zu graben. Da hier kein Zukommen mit Maschinen möglich ist müssen wir dieses gigantische Loch (3,5/ 9/ 4 Metern Ausmaß) mit der Hand graben.
Da das Graben am Septic Tank gut voran ging, jedoch länger dauert als anfänglich gedacht, fingen wir mit der Fundamentierung der Hall an. Nach dem Einmessen der Wände ging’s dann auch schon los mit dem Ziegel Legen.
Das Erdreich um den Septic Tank besteht aus sandigen Material. bei der einer Tiefe von 3 Metern war es nötig eine Baugrubensicherung einzurichten. Dank „Doka“ haben wir das perfekte Material für die Sicherung vor Ort. Im Bereich der Treppe war das Graben heikel, da durch den höheren Druck auf das Erdreich diese in die Baugrube abstürzten könnte. Hier konnten wir uns an Hand einer Kletterschalung helfen. Step bei step erreichten wir auch hier unsere Tiefe.
Nun ist der Aushub für den Septic Tank beinahe abgeschlossen. Wir bereiten uns vor, das Fundament zu betonieren.
Auch das Ziegelfundament der Hall nimmt Gestalt an und sollte am Ende der Woche fertig werden. Es geht voran, und ich bin schon gespannt wo wir in 2-3 Wochen stehen!“

Sebastian, Iris, Michi und Christina, Felix und Jomo teilt Hannes mit:

„Alle hier vermissen euch riesig. Ich bekomm nicht alles mit, da mein Hindi sehr begrenzt ist (pani). Aber es fallen ständig eure Namen. Sie denken viel an euch.“

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