Monthly Archives: Februar 2013

Firmelenge Little Flower

Auf Wiedersehen sagen….

 

Das war ein schwerer Abschied. Auch wenn wir die letzten Tage gemeinsam echt schön verbracht haben, einmal ein österreichisches Knödel essen und einmal ein indisches Samosa und Momo- Essen. Und dann haben uns am 20. noch fast alle zum Bahnhof gebracht. Aber das hat die ganze Sache nicht einfacher gemacht. Wenn sich selbst schon zusammenreißen muss um nicht in Tränen auszubrechen und dann das Gegenüber Tränen in den Augen hat, will man am liebsten rein in den Zug sich verstecken und warten bis es vorbei ist – diesen Wunsch hatte ich zumindest. Und dann meinen auch noch alle wir sollten doch bitte noch nicht fahren… Ich hab ja kurzzeitig echt schon überlegt umzubuchen. Aber zumindest liegt das Versprechen eines baldigen Wiedersehens in der Luft. Mal schnell zuhause vorbeischauen, hallo sagen und dann wieder auf die Baustelle?!

Aber immerhin haben wir in Delhi den Hannes von unserer Uni getroffen und ihm die Arbeit im Dorf sehr schmackhaft gemacht. Wenn er Zeit hat möchte er auf jeden Fall mal im Dorf vorbeischauen. Er hat grad sein Diplom fertig gemacht und war schon bei einigen Projekten dabei, also wäre er der perfekte „Ersatz“ auf der Baustelle. Auch wenn er nur mithelfen will und nicht bestimmen, kann er ihnen bestimmt weiterhelfen sollten sie mal anstehen.

Am letzten Tag haben wir noch miterleben dürfen wie sie unsere „Schindeln“ aufs Dach überm Container gehoben haben, ich hab’s nicht lassen können und mein „Sonntagsgewand“ ordentlich schmutzig gemacht. Aber es war total cool, dann im Schatten zu stehen und der heißen Mittagssonne ausweichen zu können. Ich hab echt ein gutes Gefühl, dass sie ohne uns gut weiterarbeiten können. Aber ich wär echt gern dabei…

Hiermit schließe ich die regelmäßigen Berichte von der Baustelle von Little Flower. Ich hoffe, dass sie uns auf dem Laufenden halten und sobald wieder jemand hinunter fährt wird der Fall „Sunderpur“ wieder geöffnet werden.

Es war eine unbeschreibliche Erfahrung für mich – so voll mit Emotionen und Dingen zu lernen. Es hat mich auch sehr viel weitergebracht in meiner persönlichen Entwicklung. Und ich möchte wirklich dem Team auf der Baustelle danke sagen, von denen ich auf den verschiedensten Ebenen am meisten gelernt habe!

By(e) Iris

Ajita – das Energiebündel

Sie ist nach Little Flower gekommen um hier ihr Praktikum in der Weberei zu absolvieren. Jetzt hat sie angefangen sich mit allem ein bisschen zu beschäftigen. Ihre erste Aufgabe war es die office zu dekorieren, was sie wirklich gut gemacht hat. Shiv wollte Tafeln auf denen man Bilder der Produktion und der Produkte sehen kann. Jetzt gibt es schöne die nur darauf warten mit vielen Bildern dekoriert zu werden. Bzw. jetzt schon dekoriert sind.

Der letzte Arbeitstag

Heute den letzten Tag arbeiten auf der Baustelle… Wir werden auch Montag und Dienstag noch da sein, aber heute haben wir die Verantwortung in Motilals Hände gelegt.

Ein Team war heute in Laxmanoa, da gestern keiner von uns mit war wollten wir sehen wie es ohne uns voran geht. Das Resultat ist super: erster tag 133 Ziegel, zweiter 247, dritter (als sie allein waren) 223 und heute 118 – es war nur Halbtag weil wir am Nachmittag unsere letzte Theoriestunde hatten. Also gesamt 721 – wir haben berechnet dass man ca. 6000 Ziegel für die dritte Wohnung brauchen wird.

In der Theoriestunde haben wir über das zweite Laurie Baker Buch gesprochen „ Häuser – wie man Baukosten reduzieren kann“, wir haben Tests mit den Adobes gemacht, die wir produziert haben bevor wir nach Nepal gefahren sind und wir haben einen Rückblick auf unsere gemeinsame Zeit gemacht. Außerdem haben wir ihnen ein kleines Abschiedsgeschenk gemacht: die Bücher von Laurie Baker ausgedruckt, ein Set Schraubenzieher, einen Maßstab, einen Kugelschreiber und Süßigkeiten. Wir lassen eine Kamera in Little Flower für die Baustelle, damit sie den Fortschritt dokumentieren können, wenn wir nicht da sind.

Es ist sehr schwer Abschied zu nehmen nach dieser intensiven Zeit zusammen. Jetzt ist auch eine tolle Basis vorhanden mit der man arbeiten kann. Sie wissen was sie tun, wir haben die Werkzeuge aus dem Container und das Wetter ist besser. Ich (wir) wünschen ihnen nur das Beste und eine schöne Zeit solang wir nicht da sind… Ich bin sicher wir allen werden irgendwann wiederkommen.

In den nächsten Tagen werden wir unsere Zeit im Dorf ausklingen lassen und uns bei allen verabschieden und das Leben hier noch mal richtig genießen. (und auch noch ein bisschen über die Baustelle reden und Fragen die vielleicht auftauchen… 😉 )

by(e) Iris

LFB – Little Flower Bricks

oder auch „Laxman’s Factory Bricks“ =)

… unsere eigenen Ziegeln in Laxmanoa produzieren. Mit Stroh und Sand gemischter Lehm dämmt wesentlich besser als nur Lehm, außerdem haben wir uns eine andere Dimension überlegt:

dachschindel überdimensional

das Battle gegen Noor unseren Bambusexperten hab ich leider verloren, dafür ist mein Schindel – Zitat Michi – innovativ und schön geflochten. Mittlerweile haben wir das Grundgerüst für alle Schindel für’s Dach überm Container fertig und warten nur mehr auf das Stroh zum eindecken. Das Know-How haben sie jetzt damit sie das temporäre Dach über den Wohnungen selber bauen können. Versuch geglückt =)

by(e) Iris

Dach und Werkzeuge

Seit einigen Tage haben wir Werkzeuge und Strom auf der Baustelle. Es ist beeindruckend wie schnell alles jetzt geht!

Wir haben begonnen ein Dach über dem Container zu bauen um einen außenliegenden Arbeitsbereich zu schaffen und die Konstruktion für unser Haus zu testen und es läuft sehr gut. Seht selbst:

 

Mit den Kindern

Ich bin in dieses Dorf gekommen um mit den Kindern hier Zeit zu verbringen. Ich hatte absolut keine Ahnung was mich hier erwarten würde und so sprang ich mehr oder weniger einfach ins kalte Wasser und tauchte ein in die Welt der kleinen InderInnen und besuchte die Kinder in der Schule. 

Ihre anfängliche Schüchternheit wandelte sich sehr schnell, da sie dann wussten, dass ich keine strenge Lehrerin bin, sondern einfach eine didi (sister). Das bedeutete, dass die Mäuse Kirtag hatten!! Und 17 indische Mäuse sind nicht leicht zu handeln, vor allem wenn sie kein Englisch verstehen bzw. ich kein Hindi spreche. Da bin ich dann schon einmal an meine Grenzen gestoßen! Ich bin dann darauf gekommen, dass sie echt gerne English lernen, aber spielerisch. So ließ ich mir ein paar Spiele einfallen, malte picture cards , lernte ihnen englische Lieder usw. Das war richtig viel Arbeit, Zeit und eine echte Herausforderung. Am Abend verbrachte ich oft auch Zeit mit den etwas älteren Mädchen hier in diesem Dorf  und wir haben viel gesungen und auch gespielt.Ich habe den Kindern oft Papier und Stifte zur Verfügung gestellt – vor allem bunte Stifte- und sie malten die wunderschönsten Blumen oder Naturbilder. Diese Kinder hier haben eine sehr quirlige Natur, sind immer sehr aktiv und wenn sie dir ins Gesicht lächeln könnte man meinen, dass sie Engel höchst persönlich sind. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn man sie dann auf dem Spielfeld beobachtet, wie sie sich unter Beweis stellen und wo man dann genau weiß wer hier die Spielregeln aufstellt. Und da wurde mir schnell klar, dass diese Kinder hier sehr genau wissen was sie wollen und auch danach handeln. Also versuche ich ihre Begeisterung zu entfachen, egal ob für Englisch, Musik, Zeichnen, Gesundheit  oder wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um! Und vielleicht nimmt sich ja das eine oder andere Kind einen Funken davon mit.

Was ich mir mitnehme? Eine unbeschreibliche Dankbarkeit die ich erfahren durfte und ihre fröhliche und freudige Natur, obwohl ihr zu Hause hier in Indien alles andere als luxuriös ist.

Namaste, Christina

der Container ist in Little Flower!!!!!

Vielen herzlichen Dank allen Sponsoren!

In den nächsten Tagen werden wir den Container ausräumen, den Workshop organisieren und die Leute aus dem Dorf in die Handhabung der Geräte einführen! Darüber werden wir eine ausführliche Dokumentation machen, hier vorerst die ersten Impressionen!

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