Monthly Archives: April 2012

Masterplan der StudentInnen der Kunstuniversität Linz

Die StudentInnen, die hochmotiviert aus Little Flower zurückkamen, präsentierten ihr Arbeiten in Little Flower ihrem Professor Gnaiger auf der Uni/Architektur … und fanden in ihm einen begeisterten Mitstreiter und Supervisor. Er akzeptierte ihre Arbeit als Semesterprojekt und beauftragte sie, einen Masterplan für Little Flower zu erstellen, wo sie alle notwendigen Baumaßnahmen aus städtebaulicher Sicht, an die in den nächsten fünf bis zehn Jahren vorausblickend zu denken ist, in einem Stufenplan einarbeiten sollten und darüberhinaus die erste Bauphase im Detail ausarbeiten.

Aufgrund aller Gespräche und Analysen im Februar im Projekt ist die erste Bauphase klar: es geht um einerseits darum, eine Lehrerunterkunft für vier neue LehrerInnen (mit Familien) zu schaffen. Ab April 2013 wollen wir die Oberstufe als English Medium School mit entsprechend qualifizierten Lehrern anbieten. Diese Schule soll in der Folge auch die Pforten für SchülerInnnen aus Raxaul öffnen, ein Integrationsprojekt der besonderen Art, das mich besonders begeistert. Für die Lehrer müssen wir aber attraktive kleine Unterkünfte schaffen, um gutes Personal zu bekommen.

Andererseits geht es darum, einen Werkstättenkomplex zu bauen: der ist notwendig als Basisstation für alle künftigen Bauarbeiten und soll gleichzeitig als Ausbildungsstätte für neue Arbeiter in Handwerklichen Berufen dienen. Die Idee ist, Handwerksberufe und Unternehmertum in Little Flower als attraktiv zu etablieren – nichts ist dafür besser geeignet als die anstehenden Baumaßnahmen im Projekt (learning by doing), für die wir nun im großen Stil Sponsoren suchen – sowohl in Form von Sachspenden (Baumaterialien, Know how, Baumaschinen) wie auch finanzieller Natur, wir rechnen grob mit einem Finanzbedarf von 200.000 €.

Wie sagte Ernesto Che Guevara: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“

 

Janet Rogers in Little Flower

Es war einer dieser ganz besonderen glücklichen Zufälle, als ich im Juli 2011 auf meiner Projektreise für Little Flower in England am letzten Tag Janet Rogers kennenlernte. Vieles, was heute an Zusammenarbeit wirkt und Früchte trägt, ist auf dieser Reise entstanden – der Kontakt zu Peter Lockyer sowohl als auch zu Janet Rogers!

Janet ist Textildesignerin in England and hat eine fair trade Organisation mit Internetverkauf aufgebaut. Sie arbeitet mit einigen indischen Projekten zusammen und war auf der Suche nach neuen Produkten. Der Zufall wollte es, dass sie im Internet auf die Little Flower Web site stieß und mir ein Mail shcickte, als ich gerade in England war -drei Tage später steckten wir über einer großen Tasse Kaffee nahe der Victoria Station/London die Köpfe zusammen. Das Band zu einer Freundschaft war gelegt und die Idee, gemeinsam sich für die Webprodukte in Little Flower einzubringen nahm Gestalt an.

Letztes Wochenende war es soweit: Janet war zusammen mit zwei befreundeten indischen Designern – Paul und Namrata – in Little Flower und arbeiteten intensiv an der Analyse der Webtechnik, der Produktqualität, der Färbtechniken, der Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung, etc. es war ein Fachsimpeln bis spät in die Nacht, und ich durfte einige Male via Skype mitten unter ihnen sein!

Ich bin sehr glücklich, mit Janet Rogers einen Profi im Boot zu haben und eine exzellente Networkerin in diesem Bereich in Indien! Wir dürfen uns von dieser Zusammenarbeit noch viel erwarten!

 

Das Salzburger Landestheater trägt Schal

Im März 2011 gab es eine spezielle Einladung für Little Flower auf die Bühne des Salzburger Landestheaters – Dr. Carl Philip von Maldeghem öffnete uns die Bühne und lud uns zum Fotografieren ein – vielen herzlichen Dank allen Akteuren, Schauspielern, Technikern … für wunderbare Fotos mit Little Flower on stage!

 

Schalparade

Die Farbenpracht von Little Flower zeigt sich in der Buntheit der Schals – da ist für jedes Alter, für jedermann und jede Frau etwas dabei! Danke allen Models, die da mit Begeisterung dabei waren und Christof Lackner und seinem professionellen Blick durch die Kamera!

 

Kabita in action

 

Kaum zu glauben und doch wahr: manchmal konnte ich Kabita nicht finden, plötzlich war sie verschwunden, dafür hörte man Lachen und Ausgelassenheit vom Sportplatz her:  ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich ihrer dann einmal fündig wurde!
Kabita spielte Kricket mit den Burschen!
Und das mit einer sagenhaften Ballsicheheit und ohne sich zu schonen! – Kein Wunder, dass sie bei den Jungs einen Stein im Brett hat! Ich habe mich schnell daran gewöhnt und den Vergleich gemieden- ich hätte eine armselige Figur neben der ehemaligen Badminton Meisterin von Nepal abgegeben!

 

 

Binita, das Mädchen zwischen den Schals

Wer ist das Mädchen, das so freundlich zwischen den Schals hervorlacht und das neue Gesicht von Little Flower ist? Es ist Binita, sie ist zehn Jahre alt und hat die letzten Monaten fleißig gelernt. Als ich im Februar in Little Flower war, fand ich Binita mit drei anderen Kindern jeden Morgen in Kabitas Zimmer. Sie hatten ein Frühstudium bei ihr, alle zusammengekauert in dem kleinen Raum zu Füßen ihres Bettes, mehr Platz bietet der Raum nicht, vier Stühle hätten nicht Platz. Sie hatten sich mit Kabitas Hilfe auf eine Prüfung vorbereitet, jeden Morgen zwischen sechs und sieben, bevor die Sonne aufging und der Tag so richtig startete. Und Binita hat sie auch bravurös bestanden und darf nun in die Schule in Duncon Hospital gehen.

„Sie hat die Intelligenz, sehr weit hinauszukommen, wenn wir es nur schaffen, ihr die Ausbildung dafür zu finanzieren!“ erzählte mir Kabita bei unserem letzten Skype Gespräch. – Binita, wir werden alles dran setzen, um dir und allen anderen Kindern in Little Flower das zu ermöglichen – dein Lächeln wird uns immer daran erinnern! – Und unser Ziel muss sein, den Standard der Schule in Little Flower so zu heben, dass nichts anderes mehr notwendig ist!

 

Pinkrosa

 

Die kleine Rosa entpuppt sich zur Supervekäuferin für Little Flower:
Im Hotel Grafenast, einem  Wohlfühl- und Biohotel erster Klasse in den Bergen oberhalb von Schwaz in Tirol hat Rosa mehr als fünfzehn Schals an den Mann oder die Frau gebracht – den pinkfarbenen hat sie für sich ins Auge gefasst … ein Kellner hat sich Kleinrosa erbarmt und ihn für sie erstanden! So sind alle glücklich!
Vielen Dank liebe Rosa für deine Überzeugungskraft!
Auch in der großväterlichen Galerie Unterlechner in Schwaz gibt es über Ostern und bis zum 15. April noch Schals  – neben atemberaubenden Bildern, die man unbedingt auch erleben sollte!

 

 

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