Die Farben von Little Flower

Lepra - eine Krankheit der Armut

Das Spinnen der Kokons für die Seide.

Die Kinder von Little Flower lernen mit Eifer.

300 Kinder bekommen eine Schulausbildung in Little Flower.

Lepra und ein wenig Habseligkeiten.

Die Kinder sind die Zukunft von Little Flower.

Schals aus Little Flower. Kaufen, helfen und gut aussehen.

 

Zwei weitere Freiwillige, die im Krankenhaus helfen

Johannes und Nina aus Deutschland, zwei Studenten der Sozialarbeit, sind gerade in Little Flower und erzählen von ihrer Arbeit im Krankenhaus:
“Im Krankenhaus geht einiges voran!
Die Renovierungsarbeiten in den Schlafsälen der Patienten laufen auf Hochtouren.
Die Herstellung der Krücken aus Bambus steht in den Startlöchern und bald können wir die ersten Gehtraining für die Patienten durchführen.
Sehr erfreut sind wir über die erfolgreiche Etablierung der Alphabetisierungsmassnahmen für die Patienten. Viele der Leprakranken haben in ihrer Kindheit keine Schule besuchen können. Sie können oft nicht einmal ihren Namen schreiben.
Vor einer Woche haben Johannes und ich begonnen, einigen Patientinnen, welche besonders interessiert waren, Schreibunterricht zu geben.
Wir haben uns bereits vor unserer Abreise nach Indien bemüht, Hindi zu lernen und werden seit unserer Ankunft jeden Abend von den herzlichen Bewohnern „Little Flowers“ unterrichtet. Inzwischen können wir schon die Devanagari Schrift lesen und schreiben.
Durch die schnellen Fortschritte unserer eifrigen Schülerinnen ermutigt, wuchs das Interesse auch bei den anderen Patientinnen und Patienten.
Inzwischen haben wir das Projekt in die Hände der Schülerinnen und Schüler der 10ten Klassen gegeben. Jeden Tag unterrichten sie die Leprakranken für zwei Stunden. Für diese wertvolle Aufgabe, welche sie alle voller Engagement ausueben, bekommen die Zehntklaessler sogar eine kleine Entlohnung.
Aus der Schule haben wir Lehrmaterieal, wie Bücher und kleine Tafeln und Kreiden bekommen, welche fuer den Patientenunterricht genutzt werden.
Die ersten Patienten koennen auch schon voller Stolz ihren Namen schreiben J”
Johannes und Nina

 

Persönliche Eindrücke von Hannes in seinen Tagen in Little Flower

Hannes schreibt mir in einem Mail:

“…aber das Material, das ihr im Container hier her gebracht habt, erleichtert die Arbeit sehr. Die Jungs sind sehr achtsam und gehen gut mit den Werkzeugen und den Baumaterial um. Der septic tank wäre in dieser Form und Größe kaum umsetzbar. Ein Traum mit diesen Werkzeugen zu arbeiten!
…  Dieser Ort und die Leute geben mir so viel  an Wärme und Geborgenheit, dass die Herausforderungen  mich nicht aus der Ruhe bringen. Ein toller Ort, um die Gedanken zu ordnen, die in der Hektik zuhause auf der Strecke geblieben sind.
Nun versteh ich auch die Verbundenheit zu Little Flower, die alle haben, wenn sie mal hier waren.
Viel schwieriger wird sein hier wieder weg zu gehen. 
 
Liebe Grüße aus Little Flower
Hannes”

Da hat einer Feuer gefangen, wie viele vor ihm! Hannes vielen Dank für all deinen Einsatz!

UND ALLEN SPONSOREN DER WERKZEUGE UND DES CONTAINERS SEI AN DIESER STELLE NOCH MAL HERZLICHST GEDANKT!

Arbeit auf der Baustelle – Hannes Derntl aus Österreich

Die Arbeit auf der Baustelle geht zügig voran, und das haben wir unter anderem einem jungen Mann aus Österreich zu verdanken: seit ca. vier Wochen ist Hannes Derntl, nach Abschluss seines Architektur Studiums in Linz, neugierig geworden durch die Berichte seiner KollegInnen, in Little Flower gelandet, wollte mal kurz vorbeischauen – und ist geblieben!

Er unterstützt Motilal und die Arbeiter auf der Baustelle mit viel Know how und  ist mit den Linzer KollegInnen dank Internet und Skype intensiv in Kontakt! So ist mächtig viel vorangegangen in den letzten Wochen!

Sein Bericht:

“Nach meinem herzlichen Empfang hier in Little Flower, musste ich mich mal in die hier vorliegenden Strukturen eingewöhnen. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens ging’s zügig voran.
In den ersten Tagen haben wir Ziegeln produziert was auch für mich eine interessante Erfahrung war. Die Jungs sind schon Profis auf dem Gebiet. Alle Arbeitsabläufe waren sehr koordiniert, und jeder wusste was zu tun war.
Parallel dazu begannen wir den Septic Tank (Abwasserbehälter) zu graben. Da hier kein Zukommen mit Maschinen möglich ist müssen wir dieses gigantische Loch (3,5/ 9/ 4 Metern Ausmaß) mit der Hand graben.
Da das Graben am Septic Tank gut voran ging, jedoch länger dauert als anfänglich gedacht, fingen wir mit der Fundamentierung der Hall an. Nach dem Einmessen der Wände ging’s dann auch schon los mit dem Ziegel Legen.
Das Erdreich um den Septic Tank besteht aus sandigen Material. bei der einer Tiefe von 3 Metern war es nötig eine Baugrubensicherung einzurichten. Dank “Doka” haben wir das perfekte Material für die Sicherung vor Ort. Im Bereich der Treppe war das Graben heikel, da durch den höheren Druck auf das Erdreich diese in die Baugrube abstürzten könnte. Hier konnten wir uns an Hand einer Kletterschalung helfen. Step bei step erreichten wir auch hier unsere Tiefe.
Nun ist der Aushub für den Septic Tank beinahe abgeschlossen. Wir bereiten uns vor, das Fundament zu betonieren.
Auch das Ziegelfundament der Hall nimmt Gestalt an und sollte am Ende der Woche fertig werden. Es geht voran, und ich bin schon gespannt wo wir in 2-3 Wochen stehen!”

Sebastian, Iris, Michi und Christina, Felix und Jomo teilt Hannes mit:

“Alle hier vermissen euch riesig. Ich bekomm nicht alles mit, da mein Hindi sehr begrenzt ist (pani). Aber es fallen ständig eure Namen. Sie denken viel an euch.”

REAL HEROES – Kabita Bhattarai im FILM

Kabita wurde von einem indischen Fernsehsender zur “Real Hero” gewählt!

Im folgenden Link sehen Sie ein Porträt von ihr und Little Flower gegen Ende des Film – herzliche Gratulation, liebe Kabita!

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=m11eZHCo14Q

 

FABER CASTELL unterstützt die Kinder von Little Flower

Faber Castell, DIE Marke für die schönsten und von mir seit Kindestagen am meisten begehrten Schreibobjekte, unterstützt seit zwei Jahren die Kinder von Little Flower.

Mit einem Betrag von 7.000 €, der uns von der Kinderstiftung von Faber Castell im letzten Jahr zur Verfügung gestellt wurde, konnten wir Stockbetten und Matratzen für 350 Internatskinder anschaffen, große Arbeits- und Esstische zum Lernen, Aufgaben machen und Mahlzeiten einnehmen, erwerben, Schulmaterialien anschaffen und Regale für die schon lange ersehnte  Bibliothek.

Weiter geht es nun Schritt für Schritt mit dem Anschaffen von Büchern zum einen und dem Einrichten einer Computerklasse für die SchülerInnen.

WIR DANKEN GANZ HERZLICH dem großzügigen Sponsor und freuen uns mit den Kindern und Jugendlichen über diese neue Errungenschaften!!

 

Damen in Orange – NachahmerInnen erwünscht!

…und wieder haben ein paar Damen Feuer gefangen: der Vorstand des Berufsverbands der Arztassistentinnen Österreichs trägt orange Schals entsprechend ihres Logos – und wie man sieht mit großer Begeisterung – danke der Initiatorin, liebe Regina Dachs! – welche Farbe hat Ihr Logo? Wir sind gut sortiert!

Firmelenge Little Flower

Auf Wiedersehen sagen….

 

Das war ein schwerer Abschied. Auch wenn wir die letzten Tage gemeinsam echt schön verbracht haben, einmal ein österreichisches Knödel essen und einmal ein indisches Samosa und Momo- Essen. Und dann haben uns am 20. noch fast alle zum Bahnhof gebracht. Aber das hat die ganze Sache nicht einfacher gemacht. Wenn sich selbst schon zusammenreißen muss um nicht in Tränen auszubrechen und dann das Gegenüber Tränen in den Augen hat, will man am liebsten rein in den Zug sich verstecken und warten bis es vorbei ist – diesen Wunsch hatte ich zumindest. Und dann meinen auch noch alle wir sollten doch bitte noch nicht fahren… Ich hab ja kurzzeitig echt schon überlegt umzubuchen. Aber zumindest liegt das Versprechen eines baldigen Wiedersehens in der Luft. Mal schnell zuhause vorbeischauen, hallo sagen und dann wieder auf die Baustelle?!

Aber immerhin haben wir in Delhi den Hannes von unserer Uni getroffen und ihm die Arbeit im Dorf sehr schmackhaft gemacht. Wenn er Zeit hat möchte er auf jeden Fall mal im Dorf vorbeischauen. Er hat grad sein Diplom fertig gemacht und war schon bei einigen Projekten dabei, also wäre er der perfekte „Ersatz“ auf der Baustelle. Auch wenn er nur mithelfen will und nicht bestimmen, kann er ihnen bestimmt weiterhelfen sollten sie mal anstehen.

Am letzten Tag haben wir noch miterleben dürfen wie sie unsere „Schindeln“ aufs Dach überm Container gehoben haben, ich hab’s nicht lassen können und mein „Sonntagsgewand“ ordentlich schmutzig gemacht. Aber es war total cool, dann im Schatten zu stehen und der heißen Mittagssonne ausweichen zu können. Ich hab echt ein gutes Gefühl, dass sie ohne uns gut weiterarbeiten können. Aber ich wär echt gern dabei…

Hiermit schließe ich die regelmäßigen Berichte von der Baustelle von Little Flower. Ich hoffe, dass sie uns auf dem Laufenden halten und sobald wieder jemand hinunter fährt wird der Fall „Sunderpur“ wieder geöffnet werden.

Es war eine unbeschreibliche Erfahrung für mich – so voll mit Emotionen und Dingen zu lernen. Es hat mich auch sehr viel weitergebracht in meiner persönlichen Entwicklung. Und ich möchte wirklich dem Team auf der Baustelle danke sagen, von denen ich auf den verschiedensten Ebenen am meisten gelernt habe!

By(e) Iris

Ajita – das Energiebündel

Sie ist nach Little Flower gekommen um hier ihr Praktikum in der Weberei zu absolvieren. Jetzt hat sie angefangen sich mit allem ein bisschen zu beschäftigen. Ihre erste Aufgabe war es die office zu dekorieren, was sie wirklich gut gemacht hat. Shiv wollte Tafeln auf denen man Bilder der Produktion und der Produkte sehen kann. Jetzt gibt es schöne die nur darauf warten mit vielen Bildern dekoriert zu werden. Bzw. jetzt schon dekoriert sind. Sie hat einige neue Designs ausprobiert, wie Taschen und Shirts aus Seide, sie sind wirklich nett und ich habe das Gefühl, dass sie sich in Indien gut verkaufen würden. Außerdem hat sie eine neue Nähmaschine aus Kathmandu für Reyajul den Schneider und sein Team gebracht. Es ist eine elektrische die viele neue Möglichkeiten birgt. Als sie die neue gebracht hat hat sie auch gleiche alle alten Maschinen gründlich geputzt, so dass diese auch weiterhin genutzt werden können. Sie hat einige Schals nach Nepal gebracht und ist in Kathmandu und Pokhara an die 40 Schals losgeworden. In Pokhara gibt es eine Dame die jetzt überlegt einen Store für Little Flower Schals aufzumachen, was genial wäre aber noch viel Arbeit braucht bevor es spruchreif ist. Ich hoffe, dass sie länger bleibt und mit ihrem Temperament den Arbeitsfluss weiterhin so antreiben kann. Sie ist so quirlig und sprudelt wenn sie von der Arbeit spricht, die sie macht– es ist einfach eine Freude ihr zuzusehen. Danke!

Ich werd dich vermissen und wünsch dir nur das Beste, Iris!

Noch ein paar Neuigkeiten aus der Weberei: Das Lager ist wunderschön neu sortiert und aufgeräumt, was die Errungenschaft von der neuen Verantwortlichen, Sitah ist. Als ich den Raum betrat hatte ich sofort den Wunsch Kunden hineinzuzerren und ihnen die große Vielfalt  der Produkte, welche die Weberei anzubieten hat, zu zeigen. Shyam und Shiv haben weiterhin regelmäßig ihre Besprechungen und momentan verhandeln sie welche Produkte Shyam  zu welchem Preis in Raxaul verkaufen kann.

Der letzte Arbeitstag

Heute den letzten Tag arbeiten auf der Baustelle… Wir werden auch Montag und Dienstag noch da sein, aber heute haben wir die Verantwortung in Motilals Hände gelegt.

Ein Team war heute in Laxmanoa, da gestern keiner von uns mit war wollten wir sehen wie es ohne uns voran geht. Das Resultat ist super: erster tag 133 Ziegel, zweiter 247, dritter (als sie allein waren) 223 und heute 118 – es war nur Halbtag weil wir am Nachmittag unsere letzte Theoriestunde hatten. Also gesamt 721 – wir haben berechnet dass man ca. 6000 Ziegel für die dritte Wohnung brauchen wird.

In der Theoriestunde haben wir über das zweite Laurie Baker Buch gesprochen „ Häuser – wie man Baukosten reduzieren kann“, wir haben Tests mit den Adobes gemacht, die wir produziert haben bevor wir nach Nepal gefahren sind und wir haben einen Rückblick auf unsere gemeinsame Zeit gemacht. Außerdem haben wir ihnen ein kleines Abschiedsgeschenk gemacht: die Bücher von Laurie Baker ausgedruckt, ein Set Schraubenzieher, einen Maßstab, einen Kugelschreiber und Süßigkeiten. Wir lassen eine Kamera in Little Flower für die Baustelle, damit sie den Fortschritt dokumentieren können, wenn wir nicht da sind.

Es ist sehr schwer Abschied zu nehmen nach dieser intensiven Zeit zusammen. Jetzt ist auch eine tolle Basis vorhanden mit der man arbeiten kann. Sie wissen was sie tun, wir haben die Werkzeuge aus dem Container und das Wetter ist besser. Ich (wir) wünschen ihnen nur das Beste und eine schöne Zeit solang wir nicht da sind… Ich bin sicher wir allen werden irgendwann wiederkommen.

In den nächsten Tagen werden wir unsere Zeit im Dorf ausklingen lassen und uns bei allen verabschieden und das Leben hier noch mal richtig genießen. (und auch noch ein bisschen über die Baustelle reden und Fragen die vielleicht auftauchen… ;) )

by(e) Iris

LFB – Little Flower Bricks

oder auch “Laxman’s Factory Bricks” =)

… unsere eigenen Ziegeln in Laxmanoa produzieren. Mit Stroh und Sand gemischter Lehm dämmt wesentlich besser als nur Lehm, außerdem haben wir uns eine andere Dimension überlegt:

dachschindel überdimensional

das Battle gegen Noor unseren Bambusexperten hab ich leider verloren, dafür ist mein Schindel – Zitat Michi – innovativ und schön geflochten. Mittlerweile haben wir das Grundgerüst für alle Schindel für’s Dach überm Container fertig und warten nur mehr auf das Stroh zum eindecken. Das Know-How haben sie jetzt damit sie das temporäre Dach über den Wohnungen selber bauen können. Versuch geglückt =)

by(e) Iris

Dach und Werkzeuge

Seit einigen Tage haben wir Werkzeuge und Strom auf der Baustelle. Es ist beeindruckend wie schnell alles jetzt geht!

Wir haben begonnen ein Dach über dem Container zu bauen um einen außenliegenden Arbeitsbereich zu schaffen und die Konstruktion für unser Haus zu testen und es läuft sehr gut. Seht selbst: